Gründling  – eine wahrhafte Delikatesse

Gründling – eine wahrhafte Delikatesse

Karpfenfische

Der Gründling zählt in Frankreich zu den beliebtesten Speisefischen und gilt dort als wahre Delikatesse. In Deutschland angeln jedoch nur die wenigsten Angler gezielt auf den Kleinfisch.

Laichgebiet
An Wasserpflanzen und Steinen, seichtes Gewässergebiet
Geschlechtsreife
2 bis 3 Jahre alt
Lebenserwartung
Maximal 8 Jahre
Erlaubte Länge
10 - 20 cm
Schonzeit
Mai - Juni

Fortpflanzung, Lebensraum und Lebensweise

Fortpflanzung:

Die Geschlechtsreife erreichen Gründlinge im Alter von zwei bis drei Jahren. Während der Paarungszeit zieht die Fischart schwarmweise flussaufwärts. Dies geschieht in den Monaten Mai bis Juni. Ihr Laichgewässer ist von seicht fließendem Wasser geprägt. Sobald die dortige Wassertemperatur zwischen 12° und 18° Grad Celsius liegt, geben die Weibchen nachts etappenweise ihre klebrigen Eier ins Wasser ab. Dies geschieht nach einer Woche erneut. Insgesamt werden pro Weibchen zwischen 1.000 und 3.000 Eier im genannten Zeitraum ausgestoßen.
Die Eier kleben sich an die dortigen Wasserpflanzen und Steine. Dort werden sie vom Milchner, welcher am punktförmigen, weißen Laichausschlag in Kopfnähe zu erkennen ist, besamt. Nach zwei bis vier Wochen schlüpfen die Jungtiere aus den Eiern. Zu Beginn ihres Lebens ernähren sie sich von Planktonkrebsen.

Lebensweise:

Sie zählen zu den geselligen Fischarten. Der Gründling versteckt sich des Öfteren im Gewässergrund, indem er sich eingräbt. Dies schützt ihn vor Fressfeinden.

Lebensraum:

Die Gewässerregion der Äschen zeichnet sich durch starke Strömungen aus. Ein steiniger bis kiesiger Untergrund ist für sie unabdingbar, weil ein Ablaichen ansonsten nicht möglich wäre. Das Wasser besitzt in der Äschenregion einen hohen Sauerstoffgehalt.

Auf Umweltveränderungen reagieren sie sehr empfindlich. Die Fische gelten als standorttreu und wechseln ihren Lebensraum nur, wenn es die Umweltbedingungen erfordern. In den kalten Monaten ziehen sich die Mailinge in strömungsärmere Gewässerregionen zurück und kehren mit den wärmeren Monaten wieder in ihr Ursprungshabitat zurück.

Unsere heimischen Flüsse bieten durch ihre starke Regulierung und Strukturarmut immer weniger Lebensraum für diesen imposanten Fisch. Wanderhindernisse können sie nur schwerlich passieren und sind demnach anderen Lachs- und Forellenartigen stark unterlegen.

Lebensweise:

Die Fischart lebt sowohl in stehenden, klaren Gewässern als auch in Fließendem. Kiesiger und steiniger Gewässergrund zeichnet ihren Lebensraum aus.
Er kommt in vielen Gebieten Nord- und Westeuropas vor. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den Alpen bis zum Ural-Gebirge. Dies ist möglich, weil es sich um eine sehr anpassungsfähige Fischart handelt. Am liebsten hält er sich in Gewässern mit einer Temperatur von 2° bis 18° Grad Celsius auf.

Kennzeichen und Nahrung

Kennzeichen und Besonderheiten:

Kennzeichnend ist sein beinahe drehrunder, schlanker Körper, welcher in einem abgeflachten, schnauzenartigen Kopf mit Rüsselmaul endet. Seine Augen sind groß.

Das unterständige Maul wird von einem Paar Barteln umrandet. Seine großen Schuppen weisen je nach Lebensraum eine unterschiedliche Färbung auf. Zumeist ist die Rückenfärbung dunkelbraun bis oliv, während die Bauchseite weiß abgesetzt ist.

Am Längsband der Flanken sind bis zu elf dunkle, bläuliche Flecken. Auch die Schwanz-, After- und Rückenflossen besitzen zahlreiche kleine dunkle Flecken. Die Seitenlinie hat zwischen 40 und 45 Schuppen. Die Körpergröße dieser Fischart ist relativ klein. Er wird lediglich zwischen 10 und 20 Zentimeter lang und bis zu 100 Gramm schwer.

Nahrung:

Sein Ernährungsplan besteht hauptsächlich aus Bodentieren. Dazu zählen Schnecken, Würmer, Insektenlarven und Krebse. Plankton und weitere Pflanzen ergänzen seinen Nahrungsplan. Gelegentlich wird diese Liste auch von Fischlaich ergänzt.

Anglerinformationen

Oft kommt die Fischart lediglich als Beifang an die Angel. Die Gründlingfänge werden zumeist als Köderfische genutzt, obwohl er in Frankreich als wahre Delikatesse gilt.

Köder:

Erfolge können mit Lebendködern, wie Würmer und Würmer erzielt werden.

Fangmethoden und Wissenswertes:

Zum Angeln auf diese Fischart eignet sich die Methode des Grundangelns mit einem Haken in der Größe 16 bis 18. Der kleine Fisch lebt bodennah und daher erhöhen Sie Ihre Fangquote, wenn Sie die Nahrung direkt dort anbieten, wo sich der Fisch befindet. Die größten Fangchancen bieten sich in der Dämmerung, weil die Fischart zu diesem Zeitpunkt am aktivsten ist und sich auf Nahrungssuche befindet.
Viele Angler schwören auch darauf, dass sie in den Monaten Juni bis August die meisten Fänge erzielen. Dies könnte darin begründet sein, dass die Laichzeit gerade abgeschlossen ist und sich die Fische wieder auf die Nahrungsaufnahme konzentrieren.